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Colin McRae DIRT 2

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  • System: Xbox 360
  • Genre: Rennspiel
  • Entwickler: Racing Studio
  • Herausgeber: Codemasters
  • Mehrspielermodus: 1-8
  • USK: USK - ab 6 Jahren
  • Releasedatum: 10.09.2009


GC-Bewertung: 10.0
Userbewertung: N/A

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Die Colin McRae-Serie blickt bereits auf eine ziemlich lange Erfolgsgeschichte zurück. Schon zu PSone-Zeiten begeisterte uns Codemasters mit einer realistischen Rally-Simulation. Im Laufe der Jahre verbesserte man sich kontinuierlich und so schreiben wir mittlerweile das Jahr 2009 und wir haben die neueste Version vor uns zu liegen…

 

In der aktuellen Ausgabe hört das Spiel auf den vollständigen Namen ‚Colin McRae DIRT II’. Den Namenszusatz führte Codemasters im Sommer 2007 ein. Er sollte einmal mehr verdeutlichen, dass sich die Serie weiterentwickelt hat. Denn einst boten die Colin-Spiele lediglich Rally-Events, entweder gegen Computer-Gegner oder eben gegen die Zeit. Seit DIRT blickten die Macher etwas weiter über den Tellerrand und spendierten dem Titel mehr Abwechslung. Aber, der Reihe nach.

 

Colin McRae – Die Legende…

 

Unglücklicherweise verunglückte der Namensgeber im Jahr 2007 durch einen Helikopterabsturz. Doch als wäre das noch nicht tragisch genug. 1.jpgAuch sein Sohn kam bei dem Unfall ums Leben. Die Welt trauerte um den Rallyweltmeister. Viele fragten sich, ob es jemals wieder ein Colin McRae-Spiel geben würde. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und deshalb freuen wir uns umso mehr, das aktuelle Spiel für Euch testen zu dürfen.

Aufgrund der eben genannten Umstände, fällt direkt beim betrachten der Verkaufsverpackung auf, dass der Untertitel ‚DIRT II’ ziemlich groß auf der Packung prankt. Deutlich größer als der eigentliche Titel ‚Colin McRae’. Das könnte zum einen am Tod der Rallylegende liegen zum anderen kann es aber auch auf die Tatsache hinweisen, dass uns im Spiel nicht nur Standard-Rallykost erwartet.

 

Aller Anfang ist schwer

 

‚Dirt II’ beginnt so, wie alle Rennspiele. Ihr seid am Anfang eher unbekannt und müsst nun durch erfolgreiches Fahren die Gunst der Fans erhaschen. Zum Karrierestart wird Euch nur ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Auch sind nur wenige Events verfügbar. Doch fahrt Ihr erst einmal einige Runden, ändert sich das schnell. Grundsätzlich bietet ‚DIRT II’ neben den klassischen Rally-Events auch noch Rennen in London über Stadtkurse bis hin zu Paris Dakar-ähnlichen Wüstenrennen mit Geländewagen. Nach dem Rennen landet Ihr wieder in der Spielzentrale, einem heruntergekommenen Van. Von dort aus wählt Ihr das nächste Event, schaut Euch Infos zu den Bestenlisten an oder koordiniert Mehrspieler-Matches. Das erste große Lob sprechen wir für das äußerst gelungene 3D-Menü aus. Statt Euch mühevoll durch mit Text gefüllte Menüfenster zu klicken, ist bei ‚DIRT II’ alles wunderbar animiert und Ihr könnt Euch quasi frei bewegen. Dies sowohl im Karavan als auch im Außenbereich. In letzterem könnt Ihr beispielsweise auf die Spieloptionen zugreifen und Steuerung sowie HUD konfigurieren. Ist dies getan, solltet Ihr Euch dem Fahrzeugauswahlmenü widmen. Stimmt die Kasse, könnt Ihr nach Herzenslust neue Boliden erwerben oder bereits vorhandene aufwerten. Dies zwar nur optisch mit schicken Lackierungen oder gar anderen Spielereien wie ‚Gebamsel’ am Spiegel oder Figuren auf Eurer Armatur.

 

Das Spiel führt Euch durch die verschiedensten Regionen dieser Welt. So bereist Ihr zum Beispiel L.A., Baja-California, Malaysia, China, Marokko, Japan, London und Utah. Alle Örtlichkeiten bieten zum einen verschiedene Disziplinen, zum anderen auch unterschiedliche Anforderungen an den Fahrer. Angefangen 3.jpgvon der typischen Rally auf relativ flachem Land, bis hin zu Berg-Passagen mit engen Straßen und tiefen Abgründen ist alles vertreten.

 

Zwischen den Rennen erhaltet Ihr von Eurem Menor Travis Pastrana wertvolle Tipps zu kommenden Events oder zu den Fahrzeug-Attributen. Besitzt Ihr einen geläufigen Namen, könnt Ihr diesen vorab einstellen und Travis wird Euch mit Eurem echten Namen ansprechen. Die Macher versuchten dem Spiel durch das Erfahrungspunkte-System etwas die Linearität zu nehmen. So verdient Ihr innerhalb der Rennen EP (Erfahrungspunkte). Erreicht Ihr den ersten Platz, gibt es dafür natürlich mehr Punkte. Nach und nach werden so immer neue Austragungsorte freigeschaltet und Ihr habt die Qual der Wahl, welches Event Ihr als nächstes besucht. Immer mal wieder werdet Ihr auch zu direkten Kopf-an-Kopf-Rennen eingeladen. Gewinnt Ihr auch diese, werdet Ihr bald viele einstige ‚Spielgegner’ zu Euren Freunden zählen können.

Neben den bereits genannten Wüsten- und Rally-Events, bietet ‚DIRT II’ außerdem noch Ausscheidungs-, Dominanz- oder Torjägerrennen an. Bei letzterem müsst Ihr versuchen möglichst viele Schaumstofftore umzufahren.

 

Offiziell?? Natürlich!

 

Wie es sich für ein Spiel dieser Art gehört, wurden selbstverständlich alle Boliden lizenziert. Der Titel bietet Euch rund 50 Fahrzeuge, darunter Marken wie Subaru, Pontiac, VW, Mitsubishi, Honda oder BMW. Auch ein Schadensmodell haben die Jungs von Codemasters implementiert. Ihr könnt einstellen, ob der Schaden nur kosmetisch sein soll oder er sich bestenfalls auch noch auf das Fahrverhalten auswirken soll.  

Aprospros Schaden: gelingt Euch mal eine Kurve nicht oder Ihr prescht gegen eine Wand – kein Problem. In ‚DIRT II’ gibt es die, bereits aus ‚GRID’ bekannte, Zurückspulfunktion. So könnt Ihr das Rennen bis zu 5 Mal zurückspulen und die kritische Stelle noch einmal versuchen ohne extra das Rennen neu zu starten.

 

In Sachen Handling haben die Entwickler einen gesunden Spagat zwischen Realismus und Arcade 7.jpggefunden. Die Wagen steuern sich durchaus anspruchvoll über die Kurse, dennoch finden auch Serien-Einsteiger Zugang zum Spiel und Frustmomente bleiben größtenteils aus. Dennoch muss man sagen, mit zunehmender Spielzeit zieht auch spürbar der Schwierigkeitsgrad an, auch wenn dieser vor jedem Rennen neu definiert werden kann. Die KI ist ebenfalls gut gelungen. Bei entsprechend hohem Schwierigkeitsgrad drängen Euch Eure Widersacher gern schon mal gegen eine Wand.

 

Optiiiiik

 

Einst setzte ‚Colin McRae DIRT’ bereits Maßstäbe in Sachen Optik. Doch ‚DIRT II’ schafft es locker seinen Vorgänger grafisch zu toppen. Die Fahrzeugmodelle sowie sämtliche Umgebungsgrafiken und Effekte sehen sensationell aus. Ein besonderes Lob verdient Codemasters für die grandiosen Wasserspritzeffekte, wenn Ihr durch Pfützen fahrt. Denn hier wird das Wasser nicht nur realistisch vom Wagen weggedrückt, sondern versperrt Euch auch die komplette Sicht durch die Frontscheibe. Glücklicherweise richtet der digitale Scheibenwischer diesen Umstand wieder und schon nach wenigen Augenblicken ist die Sicht wieder frei. Weiterhin begeistern auch die Sonnenblendeffekte. Die Qualität dieser Spezialeffekte sah man bisher selten in einem Rennspiel.

Auch in Sachen Sound gibt man sich keinerlei Blöße. Die PS-Monster röhren und gerade Besitzer einer Dolby Digital-Anlage werden Ihre wahre Freude haben. (die Nachbarn im Übrigen auch!)

 

Multiplayer

 

Im Gegensatz zum Vorgänger bringt ‚DIRT II’ wieder einen richtigen Mehrspieler-Modus mit. Konnte man im letzten Colin-Spiel lediglich gegen die Zeit fahren, seht Ihr im aktuellen Ableger endlich wieder die Konkurrenten auf der Strecke, statt nur in einer Rankingliste. Die Performance während der Online-Matches war durchgehend gut.

 



Fazit:
Abschließend können wir nur alle Daumen hoch zeigen. ‚Colin McRae DIRT II’ macht fast alles richtig. Der Titel bietet abwechslungsreiche Events, welche immer wieder durch neue Herausforderungen aufgelockert werden. Ständig müsst Ihr Euch auf andere Umstände einstellen. Weiterhin ist der Schwierigkeitsgrad vor jedem Rennen frei wählbar, was auch Einsteigern den Zugang erleichtert. Kritisieren können wir an ‚DIRT II’ nur eines: warum in Gottes Namen gibt es keinen Regen und keine Schneestrecken? Schweden war doch einst immer ein fester Rally-Austragungsort. Naja, vielleicht in ‚DIRT III’?? Falko Tackmann



+ Pro: - Contra
  • Top-Optik
  • Schicke Fahrzeugmodelle
  • Enorm umfangreich
  • Lizenzierte Fahrzeuge
  • 3D-Menü
  • Leicht erlernbare Steuerung
  • Keine Wettereffekte
  • Teils lange Ladezeiten
Wertung 10.0/10

 

Zum Video-Check:

 

 

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