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Cursed Mountain

Cursed Mountain Packshot
  • System: Wii
  • Genre: Horror
  • Entwickler: Deep Silver Vienna
  • Herausgeber: Deep Silver
  • Mehrspielermodus: -
  • USK: USK - ab 16 Jahren
  • Releasedatum: 27.08.2009


GC-Bewertung: 8.0
Userbewertung: 9.0

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Auch wenn das typische Wii-Spiel tatsächlich mit Begriffen wie „bunt", „familienfreundlich" oder auch „stilisiert" (im Sinne eines Comic-Looks)  beschreiben wird, findet man in den Händlerregalen doch auch Titel, die mit den entsprechenden Gegenteilen beschrieben werden können. Einige dieser Titel haben sich zwar ordentlich verkauft - u.a. Resident Evil: The Umbrella Chronicles - sind aber im Vergleich zu PS360-Spielen in spielerischer Hinsicht stark limitiert.  So dürfen Wii-Spieler im genannten Beispiel z.B. nicht selbst laufen., sondern müssen sich mit einem simplen Rail-Shooter zufriedengeben.

Dass es auch anders geht, zeigte Deep Silver und kündigte vor einiger Zeit Cursed Mountain an und versprach ein vollwertiges Horror-Spiel - exklusiv für die Wii. Ähnliche Versprechungen machten bereits viele, erfüllt wurden sie jedoch fast nie. Macht das in Österreich entwickelte Spiel da eine Ausnahme?

Die Story von Cursed Mountain ist in den späten 80er Jahren angesiedelt. Alles dreht sich um einen fiktiven Berg im Himalaya, dem Chomolonzo, einem mehr als 8.000 Meter hohen Giganten, dessen Gipfel noch nie erklommen wurde. Frank Simmons wollte dies im Auftrag des bekannten Expeditions-Organisators Edward Bennett ändern und verschwand beim Versuch spurlos. Sein älterer Bruder, Eric Simmons, macht sich deshalb auf ins höchste Gebirge der Welt um Antworten auf den Verleib seines Bruders zu finden. Und auf dieser Reise übernimmt der Spieler die Rolle von Eric...

Beginn der Reise ist die Stadt Lhando, welche am Fuße des Chomolonzo liegt. Schon hier wird klar, dass die eigens für dieses Spiel entwickelte Grafikengine mehr aus der Wii herausholt, als die meisten anderen Titel. Auch wenn so manche Textur bei genauerem Hinsehen matschig ausschaut, macht die Optik insgesamt einen hervorragenden Eindruck. Die Stärke der Engine liegt neben den tollen Partikeleffekten vor allem auch in der Weitsicht. An manchen Punkten im Spiel kann man den Weg sehen, den man bisher gegangen ist, und den, der noch vor einem liegt. Ja, man kann tatsächlich die ganze Spielewelt sehen. Zudem wird innerhalb der einzelnen Kapitel, welche oft alles andere als klein sind, niemals geladen. Ebenfalls früh wird jedoch auch deutlich, dass die Laufanimationen insbesondere beim Rennen etwas seltsam ausschauen.

Spielerisch gibt sich das Spiel prinzipiell nicht besonders komplex. Das Spiel ist insgesamt sehr linear und in der Regel ist man entweder mit Bekämpfen von Geistern oder Laufen beschäftigt. Hin und wieder werden einfache Geschicklichkeitsaufgaben in Form des Bergsteigens eingestreut.

Wie bereits erwähnt wird im Spiel des öfteren gekämpft. Neben diversen Dämonen, welche als Bosse fungieren, gibt es zwei verschiedene Arten von Geistern. Diese beackert man entweder durch Nahkampfangriffe oder mit vermeintlichen „Schusswaffen". Nein, Geister werden hier nicht mit Pistolen & Co. bekämpft, sondern gewissermaßen mit einer Art „Energiestrahl". Diesen kann man in der „3. Auge"-Sicht abfeuern. In genannter Perspektive sieht man das Geschehen aus einer über-der-Schulter-Perspektive ähnlich wie in Resident Evil 4, wobei sich im Falle von Cursed Mountain ein Griselfilter über das Bild legt und die Umwelt praktisch in Grautöne reduziert wird, während schwarze Rauchpartikel im Raum zu scheben scheinen.

Ist ein Geist durch "Beschuss" oder Schläge genug geschwächt, kann man ihn mit einer Kombination aus auf dem Bildschirm angezeigten Bewegungen verbannen. Die Bewegungserkennung funktioniert dabei gut, wenn man weiß, wie die Bewegungen auszuführen sind. Insgesamt hätte aber etwas mehr Toleranz bei der Erkennung nicht geschadet. Auch wenn die Kämpfe im Spielverlauf immer schwieriger werden, werden die Gegner immer nach dem selben Prinzip beackert. Das macht alles anfangs durchaus Spaß, etwas mehr Abwechslung wäre jedoch wünschenswert gewesen, denn die Geister nach immer demselben "Ritual" zu bekämpfen, kann der ein oder andere eher als lästig wie als spaßig empfinden. Außerdem gibt's im Spiel beispielsweise keine ‚echten' Rätsel, die den Spielablauf in anderer Hinsicht auflockern würden.

Doch das heißt noch lange nicht, dass das Spiel langweilig wäre oder das man gar bereits vor dem Abspann die Lust verlieren würde. Den wahren Reiz macht die spannende Story und die packende Atmosphäre aus. Der Plot ist nicht nur sehr interessant, sondern auch ziemlich gut recherchiert - der geneigte Spieler wird beim Spielen viel über den Buddhismus erfahren. Dies und auch der geniale Sound trägt zu der überragenden Atmosphäre bei. Zwar schwächeln einige deutsche (!) Synchronsprecher (die äußerst selten zu Wort kommen), insgesamt ist die audioseitige Untermalung aber sehr, sehr stimmungsvoll.

Dafür muss man allerdings auf vollanimierte Zwischensequenzen verzichten, stattdessen wird die Geschichte meist in Form von halbanimierten Standbildern weitererzählt, was aber je nach Geschmack nicht allzu schwer ins Gewicht fallen sollte.

Während die spielerische Abwechslung fehlt, wird diese im Rahmen des Settings optisch durchaus geboten. So besucht man auf dem gut zehn Stunden langen Weg zum Gipfel zahlreiche Orte, darunter eine Stadt, ein Dorf und verschiedene Klöster. Alle Orte sind extrem stimmungsvoll gestaltet und vermitteln einen glaubhaften Flair. Wie in bekannten Genrevertretern lassen sich auch überall diverse Dokumente finden, die über einzelne Schicksale aufklären und reichlich Hintergrundinfos liefern. Nicht zuletzt deshalb ist das Spieltempo auch eher behäbig.



Fazit:
Das insgesamt etwas zu eintönige Gameplay wird durch ein frisches Setting, eine spannende Story und eine erstklassige Atmosphäre locker wettgemacht. Ich kann Cursed Mountain jedem Freund von Horror-Spielen nur empfehlen – und das nicht nur aus Mangel an Alternativen. Auf euch wartet ein spannender, intensiver Bergtrip. Simon



+ Pro: - Contra
  • tolle Weitsicht & Partikeleffekte
  • gut recherchierte Story
  • toller Sound
  • spannende Story
  • frisches Setting
  • erstklassige Atmosphäre
  • teils leicht schwammige Texturen
  • spielerisch doch etwas arg eintönig
  • manche deutsche Synchronstimmen sind schwach
Wertung 8.0/10

 

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Simon 9.0 / 10 Wed 2 Sep 09
Mir persönlich hat das Spiel sehr gut gefallen, es traf genau meinen Geschmack. Aus der tollen Grafik und dem passenden Sound resultierte eine packende Atmosphäre. Dazu die spannende Story und die schönen Locations. Was will man mehr?

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