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Silent Hill: Homecoming

Silent Hill: Homecoming Packshot
  • System: XP
  • Genre: Horror
  • Entwickler: Double Helix
  • Herausgeber: Konami
  • Mehrspielermodus: -
  • USK: USK - ab 18 Jahren
  • Releasedatum: 27.02.2009


GC-Bewertung: 7.0
Userbewertung: 8.0

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Es gibt einige bekannte Spieletitel im Horror-Genre, darunter auch große Namen wie Resident Evil und Silent Hill. Beide Serien haben durchaus ihre Gemeinsamkeiten. So gelten die jeweils ersten und zweiten Teile als Höhepunkt der entsprechenden Serie, danach ging es sowohl was Wertungen als auch Verkaufszahlen angeht eher bergab. Capcom steuerte diesem Trend mit dem actionreichen Teil 4 erfolgreich entgegen und erfreut sich aktuell sicher auch an sehr guten Verkaufszahlen von Teil 5. Konami war an einer solchen Wende offenbar auch interessiert und ließ den letzten Hauptteil der Silent Hill-Serie nicht wie üblich intern, sondern beim amerikanischen Entwickler Double Helix machen. Ob dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt war? Diese Frage will ich in meinem Test der deutschen PC-Version des Spiels beantworten...

In Silent Hill: Homecoming übernimmt der Spieler die Rolle von Alex Shepherd. Der Soldat kommt frisch aus dem Lazarett und träumte davon, dass sein kleiner Bruder - Joshua - verschwunden ist. Zuhause in Shepherd's Glen angekommen erwartet Alex ein Anblick des Schreckens: Sein Bruder ist wie sein Vater verschwunden, seine Mutter scheint geistig nicht mehr ganz bei sich zu sein und überhaupt ist in der Stadt nichts mehr so, wie es war. Fortan beginnt Alex mit der Suche nach seinem kleinen Bruder, die ihn schon bald auch in die namensgebende Stadt Silent Hill führt. Der eigentliche Plot klingt zunächst nicht wahnsinnig spannend, kommt tatsächlich auch nur langsam in Fahrt, überzeugt letztendlich aber doch mit einem stimmigen Ende.

Ein Horror-Spiel steht und fällt natürlich mit der Atmosphäre. Homecoming ist mein erster Kontakt mit der Serie und im ersten Kapitel von zwölf Kapiteln war ich von der Atmosphäre auch wirklich begeistert. Das Krankenhaus, in dem ich mich wiederfand, war unheimlich düster und gruselig. Rein technisch gesehen ist die Optik zwar nur unteres mittelmaß und auch ziemlich detailarm, jedoch erfreuen die Schattenspiele durch die eigene Taschenlampe das Auge. Der ein oder andere Schockeffekt, entstellte Monster und der tolle Soundtrack von Akira Yamaoka haben da ihr übriges dazu beigetragen. Leider war das erste Kapitel in atmosphärischer Hinsicht mein persönlicher Höhepunkt des Spiels, denn später und auf Dauer erweist sich das Geschehen einfach doch als weniger gruselig und aufregend.

Schuld daran sind vor allem einige unverzeihliche Gameplay-Patzer. Die bereits vorher angesprochenen entstellen Monster sind zwar ziemlich ekelhaft und furchterregend, das bekämpfen dieser aber eher langweilig. Per Tastendruck visiert man einen Gegner an und hat dann die Wahl zwischen einem schwachen, schnellen oder einem starken, langsamen und auch aufladbaren Schlag. Während man einen Gegner so bearbeitet, gilt es immer wieder, per Tastendruck feindlichen Schlägen auszuweichen. Sobald man die Kombinationen aus Schlägen und Ausweichen verinnerlicht hat, verlieren die Kämpfe dann aber schon den Großteil ihres Reizes. Neben den Schlagwaffen wie einem Eisenrohr oder einer Axt finden sich im Spiel auch noch Schusswaffen, die fast noch mehr Spannung rausnehmen, da man viele Gegner so locker aus der Distanz erledigen kann.

Im Spiel finden sich recht viele Gegner, was zahlreiche Kämpfe unumgänglich macht. Die Gegner fühlen sich von dem Licht eurer Taschenlampe angezogen, ist diese ausgeschaltet lässt sich so mancher Gegner auch recht einfach umgehen. Meine Erfahrung war jedoch, dass man die meisten Gegner besiegen sollte, da sie einem später sonst doch wieder in die Quere kommen - und somit wären wir schon bei der nächsten nervigen Design-Entscheidung: den Laufwegen. Das Spiel schickt euch öfters mal über einen langen, beim ersten Durchgang noch interessanten Weg von A nach B, nur, um euch anschließend den gleichen Weg zurückzuschicken, was einem nach einiger Zeit ziemlich auf die Nerven gehen kann. Zwischendrin bekämpft ihr Gegner oder löst Rätsel. Von letzteren gibt es übrigens erstaunlich wenige im Spiel. Die, die da sind, sind leider hier und da logisch recht seltsam in den Spielverlauf eingebunden. Das erste Beispiel hierfür bietet das zweite Level. Auf einem Friedhof findet man hier zwei Steinplatten. Entgegen der damit üblicherweise suggerierten Erwartungen durfte ich damit aber keine gruselige Gruft oder etwas ähnliches öffnen, sondern lediglich das Tor des Friedhofs zum Parkplatz, welches aber sowieso nicht unüberwindbar aussieht.

Letztendlich noch ein paar allgemeinere Dinge: Das Spiel ist hierzulande leicht geschnitten und setzt, was Kopierschutz angeht, auf Steam, d.h. vor dem ersten Starten des Titels muss das Spiel zunächst online aktiviert werden. Ansonsten gibt es nicht allzu viel zu sagen, außer, dass Homecoming während unserer Testphase manchmal zum Absturz neigte. Dies geschah zwar recht selten, jedoch war es ziemlich nervig, da die Speicherpunkte im Spiel recht rar gesät sind.


Fazit:

Mir hat das Spielen von Silent Hill: Homecoming durchaus Spaß bereitet, jedoch wäre in allen Bereichen - bis auf den tollen Sound - deutlich mehr drin gewesen. Größtes Manko ist und bleibt, dass das Spiel über weite Strecken einfach nicht wirklich gruselig oder gar neuartig ist. Fans der Reihe und des Genres werden dennoch ihren Spaß haben, insbesondere wenn der Titel erst mal günstiger zu erstehen ist, macht man mit einem Kauf nicht besonders viel falsch - zumindest insofern man nicht mehr als leicht gehobene Durchschnittskost erwartet. Simon




+ Pro: - Contra
  • toller Sound
  • so mancher Schockmoment
  • schöne Licht-Schatten-Spielerein
  • insgesamt stimmige Story
  • lange Laufwege mit wenigen Speicherpunkten
  • lahmes Kampfsystem
  • selten so richtig gruselig
Wertung 7.0/10

 

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Falko Tackmann 8.0 / 10 Sat 18 Apr 09
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