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‚Little Big Planet’ – Eigentlich als Download-Titel für den
PlayStation Store angedacht, veröffentlichte Sony das scheinbar innovative
Jump’n Run nun doch auf Blu-ray Disk im Handel. Doch was verbirgt sich hinter
dem Titel ‚Little Big Planet’. Dies und mehr verraten wir im folgenden Test…
Die Grundidee von ‚Little Big Planet’, im folgenden übrigens
LBP genannt, ist einfach erklärt. Jeder kennt Jump’n Runs. Manche sind gut,
andere weniger berauschend. Dem einen gefallen die Level, dem anderen nicht.
Sicherlich werdet Ihr auch schon das eine oder andere Mal darüber nachgedacht
haben, warum die Entwickler diesen Spielabschnitt nun so designt haben und
nicht anders. Viele von Euch wünschten sich an einer scheinbar aussichtslosen
Stelle, den Level nach dem eigenen Gusto zu erschaffen. Und genau an dieser
Stelle setzt LBP an. Kern des Spiels ist die komplette Design-Freiheit. Aber –
der Reihe nach.
Kleine, große Welt…
Nach dem einlegen der Disk landet Ihr direkt in eine Art
Tutorial-Level. Hier erlernt Ihr die grundlegende Steuerung und
Aktionsmöglichkeiten Eurer Sackboy-Figur. Neben dem typischen Laufen, kann
unser Textilheld auch springen, sich an Gegenständen festhalten oder dank
Jetpack durch die Luft sausen. Nachdem man den Trainings-Level erfolgreich absolviert
hat, findet man sich in der Zentrale wieder. Von hier aus ist es möglich die
unterschiedlichen Levels anzuwählen. Dabei unterscheidet das Spiel zwischen
‚Geschichtslevels’, dem Online-Part und eben dem Level-Editor. In letzterem
könnt Ihr eigene Spielwelten entwerfen. Aber dazu später mehr.
Im Story-Mode absolviert Ihr die von den Entwicklern
erschaffenen Welten und kämpft mit den Tücken der Physik. Anders als in den
meisten Jump’n Run-Titel gibt es in LBP keine Story. Alles was zählt, ist der
reine Spaßfaktor.
Die Level in LBP bieten auf den ersten Blick nur klassische
2D-Kost. Doch wer genauer hinschaut, stellt fest, dass es drei Ebenen gibt,
zwischen denen man wechseln kann. Weiterhin bietet Sony’s neuer Hüpfer nicht
nur quietschbunte Spielabschnitte, sondern auch düstere Levels, mit allerlei
Lichtspielereien.
Wer in LBP stur durch die Spielabschnitte rennt, wird nicht
weit kommen, denn der Titel baut auf teils anspruchsvolle Physik-Rätsel, die
von Euch gelöst werden wollen. Bei Erfolg werden nicht nur weitere Levels
freigeschaltet, sondern Ihr sammelt auch reichlich Items ein um Eure
Sackboy-Figur zu verändern. Schlussendlich könnt Ihr die Grundfarbe, Kleidung
und Accessoires völlig frei an der Figur anbringen. Weiterhin sammelt Ihr
Gegenstände zum Bau Eurer Eigenkreationen. Zum größten Teil handelt es sich
hierbei um Sticker, mit denen Ihr Eure Welten verschönern könnt.
Während Eurer Streifzüge durch die LBP-Welten werdet Ihr
immer wieder mit neuen Spielelementen konfrontiert. Genügt es Anfangs beispielsweise
simpel über Hindernisse zu springen, müsst Ihr Euch in späteren Levels gekonnt
an Lianen auf höhere Plattformen schwingen oder aber mittels Trampolin die
nächste Aufgabe lösen. Weiterhin bestehen Eure Ausgaben darin, Gegenstände
innerhalb eines Spielabschnittes zu einer bestimmten Stelle zu bringen oder
aber mit Hilfe eines Freundes, in diesem Falle via Koop-Modus, eine bisher
unerreichbare Stelle zu meistern. Damit kommen wir zu einem weiteren wichtigen
Feature in LBP.
Nicht allein….
Grundsätzlich ist es möglich alle Levels auch mit mehreren
Spielern zu erleben. Mit bis zu vier Freunden, entweder an einer Konsole oder
eben via PlayStation Network, springt oder fahrt Ihr durch die verschiedenen
Spielwelten. Oftmals könnt Ihr Euch beim lösen eines Physikrätsels gegenseitig
helfen. Rätsel-Beispiel gefällig? Es gibt eine Stelle an der ein Spieler den
Weg ausleuchten muss während der andere über Hindernisse mit Stacheln springt.
Diese Aufgabe ist allein nicht zu meistern, da man aufgrund der Dunkelheit
nichts sehen würde. Diese Koop-Rätsel gibt es weiterhin auch für mehr als 2
Spieler.
Das Handling der Sackboys ist denkbar einfach. Mit dem
linken Analog-Stick steuert Ihr die Figur von Links nach rechts, sowie in die
räumliche Tiefe. Mittels X-Button wird gesprungen. Soll die Figur ihren Kopf
bewegen, nutzt Ihr die Bewegungssensoren des Controllers und neigt diesen
einfach. Drückt Ihr die hinteren Schultertasten und haltet diese gedrückt, ist
es möglich, die Arme des Sackboys zu bewegen. Wollt Ihr Eure Spielfigur
verschönern, drückt Ihr die Quadrat-Taste. Es öffnet sich ein kleines Menü. Mit
dessen Hilfe könnt Ihr entweder Sticker in der Spielumgebung vertei len oder
Eurem Sackboy schicke, neue Klamotten und Kopfschmuck verpassen. Darunter sind
Hosen, Kleider, Mützen, Perücken oder Schleier. Die Entwickler von Media
Molecule waren wirklich kreativ bei der Auswahl der Items.
Create it by your own
Ein Feature mit dem der Titel bereits vor Release für Furore
sorgte, ist zweifelsohne der opulente Level-Editor. Wählt Ihr diesen aus,
landet Ihr in einem komplett leeren Level. Mittels einfachen Menübefehlen
platziert Ihr Objekte in dem Anfangs noch leeren Raum und verseht diese mit
Schaltern, Stickern oder Spezial-Soundeffekten. Der Phantasie sind hier kaum
Grenzen gesetzt. Erschafft rotierende Plattformen, Fahrzeuge, Bäume, Häuser
und, und, und. Die Anzahl der Objekte in diesem Modus ist schier unendlich.
Sämtliche Objekte aus dem Hauptspiel dürft Ihr auch in Euren Eigen-Kreationen
verbauen. Wem das immer noch nicht reicht, der schließt die Eye-Cam an die
Konsole an, fotografiert etwas und klebt dann seine eigenen Fotos in die
Levels.
Doch was wäre der ganze Editorspaß wert, wenn man die
eigenen Levels nicht der ganzen Welt zeigen könnte!? Auch daran haben die
Entwickler gedacht. Habt Ihr einen Level gebastelt, könnt Ihr diesen auf den
Sony-Server hoch laden um ihn anderen Usern zugänglich zu machen.
Technisch ist der Titel absolut grandios. Die niedlichen
Sackboy-Figuren erreichen locken Wii-Niveau und sollten auch die letzten
Skeptiker davon überzeugen, dass es nicht nur Gewaltspiele auf den aktuellen
Konsolen gibt. Die Levels des Hauptspiels wurden mit viel Liebe zum Detail
erstellt und überzeugen auf ganzer Linie. Durch die verschiedenen
Themen-Settings wird dem Spielerauge zu keiner Zeit langweilig. Der Soundtrack
weiss ebenfalls zu überzeugen. Mal sind es die mitreißenden Melodien, mal die
tollen Gesänge, die Euch zum mit trällern einladen.
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