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Metroid Prime 3: Corruption

Metroid Prime 3: Corruption Packshot
  • System: Wii
  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Retro Studios
  • Herausgeber: Nintendo
  • Mehrspielermodus: -
  • USK: USK - ab 16 Jahren
  • Releasedatum: 26.10.2007


GC-Bewertung: 9.5
Userbewertung: N/A

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Vor gut vier Jahren erschien Metroid Prime in Europa. Die Entwickler (Retro Studios) hatten es geschafft das typische Metroid-Gefühl in die dritte Dimension zu übertragen. So bekam das Spiel etliche Awards und Wertungen weit über 90%. Nur eines blieb aus, der ganz große Erfolg. Metroid Prime konnte sich bis dato weltweit zwar 2,77 Millionen mal verkaufen (Quelle: VG Chartz), doch für ein Spiel von solch herausragender Qualität ist das irgendwo zu wenig. Der Nachfolger, Metroid Prime 2: Echoes, wanderte weltweit nur noch 1,27 Millionen mal über die Ladentheke (Quelle: VG Chartz). Vom im Europa kürzlich erschienen Metroid Prime 3: Corruption kann man wohl auch keine Wunder in Sachen Verkaufszahlen erwarten. Da stellt man sich die Frage: An was mag das liegen? Teil 1 & 2 der Trilogie waren – zumindest in meinen Augen – schon extreme „Hardcore“-Spiele. Viel Backtracking und ein hoher Schwierigkeitsgrad, das sagte selbst einem großen Teil von Nintendos Fangemeinde nicht zu. Ob es Teil 3 besser macht? Lest einfach weiter und Ihr werdet es erfahren....

Warum das Spiel für jeden interessant ist...

Gleich zu Beginn merkt man dem Spiel an, dass es anders ist. Anders heißt in diesem Fall: Es ist mehr auf die Masse zugeschnitten. So darf man zwischen zwei Schwierigkeitsgraden wählen, „Normal“ und „Veteran“. Kenner der beiden Vorgänger, sollten zu „Veteran“ greifen, denn hier bekommt man den serientypischen Schwierigkeitsgrad geboten. Wer noch nie ein Spiel der Metroid Prime-Serie hatte oder die Vorgänger zu frustig fand, der wählt „Normal“. Damit sollte das Spiel vom Schwierigkeitsgard selbst für Anfänger kein großes Problem darstellen. Alte Metroid-Hasen freuen sich übrigens auf einen weiteren Schwierigkeitsgrad, welchen man nach dem Durchspielen erhält. Auch anders: Der Anfang. Das Spiel knüpft direkt an Metroid Prime 2: Echoes an. Ein paar Monate nach den Ereignissen auf Aether wird bei einem Supercomputer der Föderation, Aurora-Einheit 242, eine Virusinfektion festgestellt. Die Föderation vermutet dahinter einen Sabotageakt der Piraten und beauftragt Samus Aran und drei andere Kopfgeldjäger damit, der Sache auf den Grund zu gehen. Während der Besprechung wird die Föderationsflotte jedoch von Weltraumpiraten angegriffen und so findet sich der Spieler schon nach wenigen Spielminuten mitten in einem Gefecht wieder. Ganz serienuntypisch kämpft man dabei Seite an Seite mit den drei anderen Kopfgeldjägern und einigen Marines. So kommt einem Metroid Prime 3: Corruption zu Beginn gar nicht wie ein Metroid vor, sondern erinnert eher an einen Ego-Shooter. Fans von Samus Aran, die jetzt um das Spielgefühl zittern, seien beruhigt. Zwar fehlt zu Beginn des Spiels das typische „allein im All“-Gefühl, doch dieses kommt nach und nach wieder. Genauer gesagt schon kurz nachdem der Angriff der Weltraumpiraten überstanden ist. Während letzterem wird Samus auch von einer alten bekannten mit Phazon verseucht, was dazu führt, dass der Körper der Kopfgeldjägerin selbst Phazon produziert. Zunächst ein Schock für das medizinische Personal der Föderation, erweist sich die Phazon-Produktion von Samus als Segen. So bekommt Samus eine neue Suit, PED-Suit (PED = Phazon Enhancement Devices) genannt, mit welchem sie das Phazon nutzen kann. So kann sie ab sofort in einen „Hypermodus“ umschalten, in welchem sie sehr viel mächtiger ist. Jedoch geht dann jeder Schuss auf Kosten ihrer Energie. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern verliert Samus diesmal also nicht fast ihre komplette Ausrüstung. Dennoch gibt es von letzterer in den Weiten des Alls noch viel zu finden. Teilweise kann man den ein oder anderen Energie-Tank bzw. Missile-Container zwar nicht übersehen, manche Items sind aber auch sehr, sehr gut versteckt und gar nicht so leicht zu bekommen.

’Metroid Prime 3: Corruption’ – Ein episches Abenteuer über mehrere Planeten

Während die beiden Vorgänger noch auf je einem Planeten (Tallon IV bzw. Aether) spielten, geht die Handlung von Teil drei auf mehreren Planeten über die Bühne. Damit nimmt auch Samus’ Raumschiff einen größeren Part ein. So dient es nicht nur dazu, zwischen den einzelnen Planeten hin und her zu fliegen, sondern lässt sich auch in Kämpfen nutzen. Dazu schält man einfach in den Command-Visor (der Scan-Visor ist übrigens auch wieder mit dabei und verrät einem wie gewohnt viele Details über Gegner & Co.) und ruft sein Schiff herbei. Dieses lässt dann über einigen Gegnern ein paar Bomben fallen. Natürlich gehen solche Aktionen nicht in jedem Raum. Um die Angriffe effektiver zu gestalten lohnt es sich auch in den weiten des Weltalls nach Erweiterungen für das Raumschiff zu suchen.

Grandiose Steuerung. Oder: Warum man nie wieder mit Analogsticks spielen will.

In der Theorie eignet sich die Wii wunderbar für Ego-Shooter, doch in der Praxis wusste noch keiner zu 100% zu gefallen. Damit ist es jetzt vorbei, denn Metroid Prime 3: Corruption steuert sich absolut herausragend, um nicht göttlich zu sagen. Stellt im Optionsmenü die Sensibilität unbedingt auf „Fortgeschritten“ und ab geht die Post. Danach hat man fast schon das Gefühl blitzschnell jeden einzelnen Pixel auf dem Bildschirm anvisieren zu können. Ansonsten ist die Tastenbelegung auf Grund der vielen Möglichkeiten ziemlich komplex. Legt man nach dem Abspann einen der Vorgänger oder auch irgendein anderes Spiel ein, welches man aus der Ich-Ansicht steuert, dann kommt man damit dank der altbackenen Steuerung gar nicht mehr zurecht. In Sachen Steuerung ist Metroid Prime 3: Corruption also wirklich die Referenz, plattformübergreifend. Durch die Steuerung fühlt sich Teil 3 etwas mehr als ein Ego-Shooter an, als die beiden Vorgänger. Insgesamt bekommt der Spieler aber wieder einen herausragenden Mix aus spannenden Actioneinlagen und tollen Rätseln geboten.

Makellose Technik!

Technisch gibt sich das Spiel keine Blöße. Grafisch ist es das bis dato das schönste Wii-Spiel. Und glaubt mir, es ist sichtbar schöner als seine beiden Vorgänger. Das fängt bei besseren Texturen an und hört bei tollen Effekten auf. Grafische Abwechslung wird ebenfalls geboten. So sieht kein Planet gleich aus. Teilweise bietet sogar schon ein einzelner Planet verschiedene Umgebungen. Der Sound dröhnt orchestral aus den Boxen und untermalt das Geschehen perfekt. Metroid Prime 3: Corruption hat einen der Soundtracks, die für eine kleine Gänsehaut sorgen. Grandios!


Fazit:
Metroid Prime 3: Corruption ist eines der Spiele, die man einfach haben muss. Hierbei handelt es sich wirklich um das fast perfekte Spiel. Egal ob Gameplay, Technik, Steuerung oder Atmosphäre. Hier stimmt einfach alles. Ich persönlich habe nur einen kleinen Kritikpunkt, welchen ich auf Grund von Spoilerhaltigkeit nicht nennen mag. Leute, geht in den Laden, kauft euch dieses Spiel und genießt es. Ein Meilenstein!



+ Pro: - Contra
  • geniale Steuerung
  • tolle Technik
  • atemberaubende Atmosphäre
  • ein Contra-Punkt, der ist aber Spoiler-haltig und bleibt geheim
Wertung 9.5/10

 

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