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Ich gehe mal davon aus, dass nur
den wenigsten von euch der Name Toki Tori etwas sagt. Das Spiel erschien
2001 für den Game Boy Color. 2001? Im selben Zeitraum erschien auch der Game
Boy Advance, was sich nicht sehr positiv auf die Verkaufszahlen des GBC-Spiels
auswirkte – trotz guter Kritiken. Zu Unrecht, wie die Entwickler, Two Tribes,
fanden. Sieben Jahre später, genauer gesagt am 20. Mai 2008 erschien das Spiel
erneut. Diesmal nicht für einen Handheld, sondern für Nintendos am selbigen Tag
gestarteten WiiWare-Service. Genau diese Version haben wir getestet.
Der namensgebende Toki Tori ist
ein Küken, welches in verschiedenen Level eine bestimmte Anzahl an Eiern
sammeln muss. Die Level sind dabei in vier unterschiedliche Welten eingeteilt.
Nach zehn Leveln geht’s in die nächste Welt. Zusätzlich gibt es noch in jeder
Welt einige extra schwere Level, sodass man am Ende mehr als 70 Level besucht
haben dürfte. Die einen davon sind kinderleicht, die anderen sehr, sehr schwer.
Doch was muss man in Toki Tori überhaupt machen? Welchem Genre gehört
das Spiel an? Liest man das bisherige Review oder schaut man sich nur kurz die
Bilder hier im Test an, könnte man zum Ergebnis kommen, dass das Spiel ein
Jump’n’Run ist. Bei näherer Betrachtung fällt aber auf: Bei Toki Tori handelt
es sich im ein Puzzle-Spiel. Um alle Eier zu erreichen ist meist ordentlich
Hirnschmalz nötig. Durch verschiedene Werkzeuge baut man sich Brücken,
teleportiert sich durchs Level oder friert per Eis-Kanone Gegner ein. Dabei
gilt es nicht nur alle Eier einzusammeln, sondern auch jeglichen Kontakt mit
Gegnern zu vermeiden und auch zu schauen, dass man sich nicht in eine Sackgasse
rätselt. Klingt einfach, ist es aber nicht. Warum? Die verschiedenen Werkzeuge
lassen sich nur wenige Male verwenden. Besonders in späteren Level wird es
richtig, richtig hart. Ist der Frust dann irgendwann zu groß, kann man den
Joker einsetzen, um so ins nächste Level zu kommen. Damit ist der Joker für die
jeweilige Welt allerdings verbraucht und kann nur dadurch wiedergewonnen
werden, in dem man das übersprungene Level später doch noch erfolgreich
absolviert.
Wie sich das alles steuert? Gut!
Per Pointer-Funktion und ‚A’ zeigt ihr Toki Tori, wo er hinlaufen soll.
Per ‚B’ setzt ihr die verschiedenen Werkzeuge ein, welche ihr entweder per
Bewegungsgesten oder Steuerkreuz wechselt. Wem diese Art der Steuerung nicht
gefällt, kann das Nunchuck anschließen und so ganz klassisch spielen. Wenn man
gerade noch an einem Level rätselt und ein Freund kommt zur Tür herein, kann
dieser gleich miträtseln – indem er sich eine zweite Wiimote nimmt und Hinweise
auf den Bildschirm zeichnet. Weiteres cooles Wii-Feature: Toko Tori
sendet hin und wieder seine Tagebucheinträge inklusive Foto an die
Wii-Pinnwand.
Wir haben bereits festgestellt,
dass das Gameplay über all die Jahre nichts von seiner Genialität verloren hat.
Doch wie sieht es optisch aus? Hier leistete Two Tribes ganze Arbeit. So kommt
das Spiel farbkräftig, klar und nett daher. Der Look bringt die CPU und GPU der
Wii zwar sicher nicht ins schwitzen, aber dennoch muss man sagen: Viel schöner
könnt ein 2D-Spiel nicht aussehen. Beim Sound setzt Two Tribes auf Gute-Laune
Musik, welche klasse zum Spiel passt. Insgesamt strahlt das Spiel so einen
tollen Charme aus!
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