Fans von Survival-Adventures wie Resident Evil oder Silent Hill sollten
nun ganz besonders genau lesen, denn mit ‚Cold Fear’ präsentiert
UbiSoft genau so ein Spiel. Der Titel soll durch eine Angsteinflößende
Atmosphäre und viel Action punkten. Wir verraten, ob diese
Versprechungen wirklich stimmen…
Spiel / Gameplay: Im Spiel schlüpft Ihr in die Rolle des
US-Küstenwächters Tom Hansen. Als Ihr auf hoher See unterwegs seid,
erreicht Euch ein Notruf von einem Walfänger aus der Beringsee.
Pflichtbewusst wie Ihr seid, macht Ihr Euch auf um dem Hilfesignal zu
folgen. So die grobe Rahmenhandlung. Jedoch ahnt Tom nicht im
Geringsten, was da auf ihn zukommt. Auf dem alten Walfänger angelangt,
verschwinden Eure Kameraden nach und nach und ständig entdeckt Ihr
grausige Leichnahme, welche zum Teil übel zugerichtet wurden. Zu Beginn
wisst Ihr lediglich, dass die CIA irgendetwas mit dem Auftrag zu tun
hat. Im laufe des Spiels kommt Ihr langsam hinter das Geheimnis, setzt
Euch gegen Mutanten und andere Untote zur Wehr, lernt eine Frau namens
Anna kennen und landet dann nach einige Aufgaben auf einer Bohrinsel,
dem zweiten Szenario von ‚Cold Fear’.
„Die Atmosphäre von Cold Fear wird Euch den Angstschweiss auf der Stirn stehen lassen!“
Wie in den meisten Spielen dieses Genres, steuert Ihr den Protagonisten
Tom aus der 3rd-Person Perspektive. Die Kameraführung ist zuweilen
etwas verwirrend, das Geschehen wird manchmal aus einer anderen Ecke im
Raum dargestellt und man muss sich komplett umgewöhnen. In ‚Cold Fear’
geht es von Anfang an gleich zur Sache. Man kennt das ja aus anderen
Spielen, dass die ersten Schritte immer recht einfach sind, bei dem
UbiSoft-Titel müsst Ihr es relativ schnell mit den Ungetümen aufnehmen.
Verschnaufpausen gibt es sehr wenige. Hinter jeder Ecke könnte man
einen Zombie vermuten. Diese agieren zudem noch recht intelligent,
verstecken sich hinter Kisten, Wänden oder Vorsprüngen und springen
Euch auch gern mal an den Hals, dann drückt Ihr schnell hintereinander
die B-Taste und versucht das Biest möglichst schnell abzuschütteln.
Gelingt Euch dies, könnt Ihr dem Widersacher noch mit einem beherzten
Druck auf die R-Taste vorzeitig das Lebenslicht ausknipsen. Denn stimmt
das Timing, erleidet der Angreifer einen kritischen Treffer.
Die Entwickler haben insgesamt sieben verschiedene Waffen ins Spiel
integriert, darunter Wummen wie die klassische Pistole, ein
Maschinengewehr, die Harpune und auch einen Flammenwerfer. Da die
Munition oftmals knapp ist, solltet Ihr stets wohlüberlegt handeln.
Denn auch anscheinend nutzlos herumliegende Objekte wie Flaschen,
Feuerlöscher, Fässer oder Fallgitter können zur Abwehr eingesetzt
werden.
Doch nicht nur die biestigen Gegner machen Euch zu schaffen, auch das
Meer setzt seine komplette Kraft ein. Seid Ihr an Deck, kommt es schon
mal vor, dass Ihr durch den Wellengang von der einen auf die andere
Seite rutscht oder gar im Meer landet. Die Speicherfunktion ist recht
gut gelöst, fordert aber auch mal Frustmomente. Nach jedem erledigten
Missionsziel kann gespeichert werden, zwischendurch nicht.
In Sachen Rätselkost beschränkte man sich bei Darkworks auf die übliche
Suche von Items, wie Schlüsseln oder Magnetkarten. Man muss einfach nur
systematisch die Räume durchkämmen, hier wäre eine Levelkarte von
Vorteil gewesen. Die Locations sind teilweise recht verwinkelt und
sehen nahezu identisch aus, so dass man sich auch mal verlaufen kann.
Primär lebt ‚Cold Fear’ von der sehr dichten Atmosphäre und den
geschickt eingestreuten Schockmomenten. Auch wurde bei der
Gewaltdarstellung kein Blatt vor den Mund genommen. Die Szenen in den
Zwischensequenzen sind oftmals schon ziemlich makaber, weshalb sich der
Titel auch ganz klar an ein erwachsenes Publikum richtet und
entsprechend auch erst eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten hat. Die
Spieldauer von ‚Cold Fear’ liegt bei etwa 8-10 Stunden, je nach dem,
für welchen Schwierigkeitsgrad Ihr Euch schlussendlich entscheidet.
Grafik / Sound: Grafisch spielt der Titel in der Oberklasse mit.
Geniale Regen- und Sturmeffekte auf dem Oberdeck und die geschickte
Ausleuchtung der Schauplätze überzeugen. Auch die Explosionen sind
extrem gut gelungen.
Die Sprache des Spiels ist komplett in Deutsch
mit professionellen Sprechern. Sound-technisch muss sich ‚Cold Fear’
ebenfalls nicht verstecken. Die Atmosphäre von Cold Fear wird Euch den
Angstschweiss auf der Stirn stehen lassen!
Fazit: ‚Cold Fear’ wäre so gesehen ein absoluter Top Titel, wenn
man die Spielelemente nicht alle schon mal gesehen hätte. Das Spiel
bietet solide Horrorkost und fordert teils starke Nerven, dies wegen
der krassen Gewaltdarstellung. Abgefetzte Körperteile und zerspringende
Köpfe gehören hier zur Tagesordnung. Spielerisch erinnert ‚Cold Fear’
an Metal Gear Solid und Resident Evil. Über die leicht verwirrende
Kameraführung kommt man hinweg. Alle von Euch, die auch mal härtere
Kost wollen und über 18 sind, können zugreifen.
Game-Facts:
Pro (+)
- Bombast-Optik
- klasse Sound in 5.1
- fesselnde Story
- geniale Atmosphäre
Kontra (-)
- wenig Neuerungen
- teils merkwürdige Kameraführung
- keine Levelübersichtskarte
Screenshots zu Cold Fear:
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08
Wertung Xbox-Version:
Genre: Horror-Adventure
Publisher: UbiSoft
Umfang: 8-10h
Grafik: 85%
Sound: 84%
Spielspaß:
84%
Multiplayer: -
Extras: ver. Schwierigkeitsgrade / 5.1 Sound / Bonus-Material
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