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RPM Tuning (PS2)
7.0
out of 10
N/A
out of 10

Die Möglichkeit, den eigenen Wagen in unzähligen Varianten zu tunen und sich damit in illegalen Straßenrennen zu beweisen, begeisterte doch so gut wie jeden Rennspielfreak. Ob RPM Tuning noch was drauf legen kann und eine gute Alternative zu Need for Speed: Underground ist oder ob Ihr lieber auf Need for Speed: Underground 2 oder Midnight Club 3 warten sollt, erfahrt Ihr wie gewohnt in unserem Review...

Einleitung
Schlüpfen Sie in die Rolle von Vincent Riker. Infiltirieren Sie die verschwiegene Tuning-Mafia der Vereinigten Staaten und holen Sie sich Ihr gestohlenes Auto zurück. Schleusen Sie sich in die Gang ein und beweisen Sie allen, dass Sie der Beste sind! Verdienen Sie sich den Respekt Ihrer Gegenspieler und lüften Sie das Geheimnis des Diebstahls.

Spiel / Gameplay: Im so genannten Abenteuer-Modus dient eine fiktive Stadt ohne Namen als Schauplatz, die allerdings stark der US-Westküsten Metropole Los Angeles ähnelt. Eure Aufgabe ist es nun, in über 50 Missionen einen gestohlenen Wagen zurückzuholen und schlussendlich die Drahtzieher der Untergrund-Szene dingfest zu machen. Die in die Story eingebetteten Missionsziele gestalten sich dabei weitestgehend abwechslungsreich. Jeder Level beinhaltet mehrere Aufgaben. So müsst Ihr zunächst innerhalb eines Zeitlimits zum Zielpunkt rasen, danach Duelle für Euch entscheiden, Viertelmeilenrennen siegreich austragen und Turniere über verschiedene Streckenabschnitte erfolgreich absolvieren. Zudem kommen vereinzelte, direkt auf die Story bezogene Aufgaben. Da gilt es zum Beispiel nach einem Wettbewerb der Polizei zu entkommen, an anderer Stelle einem Freund den Rennsieg zu sichern oder flinken Autodieben das Handwerk zu legen. So dringt Ihr immer tiefer in die Tunerszene ein und gewinnt das Vertrauen von, vor allem für den weiteren Spielverlauf wichtigen Personen. Die Stadt gefällt dabei mit enormem Umfang was die Strecken betrifft. Ihr dürft Euch auf mehr als 100 Kilometer befahrbare Straßen freuen. Dabei steht auch die Abwechslung im Vordergrund, denn die Stadt bietet eine riesige Infrastruktur und alle Abschnitte sind miteinander vernetzt. So rast Ihr mal durch die Innenstadt, über den Highway, am Strand entlang oder verbringt Eure Zeit in den Bergen.

„Vielfallt an Tuning-Möglichkeiten: Über 1 Million sichtbare Möglichkeiten und 200.000 Möglichkeiten unter der Motorhaube.“

Einzelspieler werden zudem mit hübschem Reflection- und Environment-Mapping auf Ihren Hochglanzboliden sowie zusätzlichem Zivilverkehr und einem sichtbaren Schadensmodell bedient. Das hat jedoch keine Auswirkungen auf das Fahrverhalten und bringt auch keine teuren Reparaturen oder Verschleißerscheinungen mit sich. Selbst der Lachgasvorrat für Euren Turbo wird nach jedem Rennen wieder gratis aufgefrischt und auch das Umlackieren von Karosserieteilen oder Anbringen von Aufklebern steht Euch jederzeit kostenlos zur Verfügung. So könnt Ihr jeden sauer verdienten Credit ins Tunen Eurer leider nicht lizenzierten, aber trotzdem unverkennbar bekannten Modellen nachempfundenen Boliden stecken und neben Spoilern sowie Motor- und fahrwerksbezogenen Veränderungen auch Autoradios, Edelfelgen, Spezialscheinwerfer oder neue Außenspiegel erstehen. Die Kombinationsmöglichkeiten sind im Gegensatz zu den verfügbaren Fahrzeugmodellen, die Ihr problemlos an den Fingern abzählen könnt, jedenfalls nahezu grenzenlos und perfekt auf das jeweilige Fahrzeug abgestimmt.

Einschränkungen gibt es auch bei der umständlichen und ladeintensiven Menüführung, wo Ihr jedes freigespielte Tuningteil in penibler Kleinarbeit ausfindig machen und jede Menge Ladepausen über euch ergehen lassen müsst, die nicht einmal dann ausbleiben, wenn Ihr ein bereits begonnenes Rennen nochmals neu starten wollt. Noch ärgerlicher ist allerdings die fehleranfällige Speicherfunktion, die sich gerade zu Spielbeginn oft partout weigert, alte Spielstände zu überschreiben oder zu laden, was bei einer Verkaufsversion einfach nicht vorkommen darf.

Grafik / Sound: Mittelmäßige Grafik und durchschnittlicher Sound sind meilenweit vom Vorbild entfernt. Einige Spezialeffekte können dann aber doch überzeugen. Beispielsweise beginnt der komplette Bildschirm bei vollem Nitro-Boost zu glühen, ein selten gesehener Verzerreffekt. Die Motorensounds klingen gegenüber der Konkurrenz zwar schwach, dennoch gefallen andere Punkte wie quietschender Reifengummi, zischende Nitro-Anlagen oder stampfende Schaltgeräusche sehr gut.

Fazit: Der Karrieremodus ist durchdacht, bietet aber wenig innovatives. Storylastige Zwischensequenzen und die zahlreichen Tuningoptionen sind hier das Highlight. Zudem langweilen die beiden anderen Spielmodi recht bald. Der sogenannte 'Tune & Race'-Modus ist nichts anderes wie Vincent Rikers Abenteuer, nur ohne Story. Technisch zwar kein Kunststück, dafür stimmt der Preis mit knapp 30 Euro. Für wartende NFSU-Fans eine gute Alternative um die lange Wartezeit bis Herbst zu überbrücken.


Game-Facts:

Pro (+)

- viele Tuning-Möglichkeiten
- handliche Steuerung
- Force-Feedback-Support

Kontra (-)

- keine lizenzierten Fahrzeuge
- linearer Spielverlauf
- lange Ladezeiten
- zu wenig Fahrzeugmodelle

Screenshots zu RPM Tuning:

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Wertung PS2-Version:

Genre: Rennspiel
Publisher: Wanadoo
Umfang: 10h+
Grafik: 72%
Sound: 70%
Spielspaß: 74%
Multiplayer: 75%
Extras: Dolby Surround Pro Logic II

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