Wir kennen das. Video-Spiele und Filme verschmelzen immer mehr
miteinander. Jetzt kommt es nicht nur vor, dass jeder Kino-Film eine
passende Versoftung bekommt, sondern Schauspieler ein Videospiel
machen. Ob dies in Sonys’ neuem Rise to Honour gelungen ist, erfahrt
Ihr im Test…
Spiel / Gameplay: Im Falle von Rise to Honour gibt es zwar
keine Filmvorlage auf die das Spiel bauen kann, jedoch erlebt Ihr hier
Action Nonstop mit Jet Li. Hierbei handelt es sich um den berühmtesten
Martial-Arts-Schauspieler aus Hollywood. Ihr schlüpft im Spiel in die
Rolle von Kit Yun, einem Undercover-Cop. Ihr durchstreift innerhalb des
Spiels verschiedenste Schauplätze. So zum Beispiel Hongkong oder San
Francisco. Die Story ist schnell erklärt. Hier mal ein paar Eckdaten.
Ihr arbeitet für den Gängster-Boss Chian. Ihr erhaltet den Auftrag
Chians Tochter in San Francisco ausfindig zu machen. Die 63 Kapitel
sind so unterhaltsam konzipiert, dass Ihr es einfach immer wieder nur
mit kleinen Gegnertrupps zu tun bekommt. Diese könnt Ihr durch ziemlich
planloses Drücken der Buttons erledigen. Zu Beginn des Spiels wird Euch
aber erst einmal die Steuerung erklärt. Diese ist ziemlich eingängig.
Lediglich die verstärkte Nutzung des rechten Analog-Sticks wollte uns
nicht so recht gefallen. Denn mit dem rechten Stick verprügelt Ihr eure
Widersacher. Nun ist es entscheidend in welche Richtung Ihr den Stick
bewegt. Drückt man rechts, vollführt unser Protagonist einen Move.
Wiederholtes Drücken bewirkt schlagkräftige Kombiattacken. Kit Yun kann
die Angriffe seiner Gegner auch kontern bzw. blocken. Besonders viele
Angriffsmöglichkeiten wurden unserem Martial-Arts-Star aber nicht
spendiert. Man beschränkte die Moves auf diverse Würgegriffe, den
Handkantenschlag und einige Rundum-Kicks. Diese sind auch bitter nötig,
denn die Gegner sind stets in der Überzahl. Die Entwickler machten sich
auch ein aus Max Payne bekanntes Feature zu gute. Mit der L1-Taste löst
Ihr den 'Adrenalin-Angriff' aus. Hier schaltet das Spiel einen
‚Bullet-Time-Effekt’ hinzu und Ihr könnt Eure Gegner zwar in Echtzeit
vermöbeln, sie hingegen können sich für eine begrenzte Zeit nur in
Zeitlupe bewegen. Während der Kämpfe geht auch allerlei zu Bruch. So
zum Beispiel Fensterscheiben, Vasen oder ganze Möbelstücke. Auch ist es
möglich beispielsweise Stühle aufzunehmen und mit diesen zu
attackieren.
„Die Bewegungen von Jet Li wurden hervorragend getroffen. Dank Motion-Capturing sehen die Kämpfe sehr realistisch aus.“
Ab und zu muss man auch in Rise to Honour auf Waffen zurückgreifen. Das
Spiel bietet hier allerdings nicht wirklich viele. Habt Ihr ein
Schießeisen in den Händen, löst Ihr den Schuss mit der R2 Taste aus und
mittels des rechten Analog-Sticks wird gezielt. Im großen und ganzen
gesehen, bietet der Titel nicht wirklich Abwechslung. Immer wieder das
selbe Spiel – Ducken, Zielen, Schießen, Prügeln. In einigen
Spielabschnitten gibt es auch diverse Fluchtsequenzen. Hier gibt es
zwei unterschiedliche Spielarten. Entweder Ihr verfolgt jemanden oder
Ihr selbst seid auf der Flucht. Im ersteren Fall, stellen Euch die
Fieslinge immer wieder Hindernissen in den Weg. Hier müsst Ihr dann
blitz schnell ausweichen, beziehungsweise darüber springen. Diese
Passagen bringen auf jeden Fall Abwechslung ins sonst eher eintönige
Spiel.
Grafik / Sound: Grafisch bietet der Titel solide Kost. Recht
anständige Texturen und ein ruckelfreier Spielablauf erfreuen den
Action-Fan. Eine Filmreife Präsentation gibt keinen Anlass zur Kritik.
Die Story wird von in Spielgrafik gehaltenen Cut-Szenen erzählt. Hier
gibt es dramatische Kamera-Schwenks die dann nahtlos wieder ins Spiel
über gehen. Die Sprachausgabe ist wahlweise komplett in Deutsch. Wer
möchte kann das Geschehen aber auch in Kantonesisch verfolgen. Die
Bewegungen von Jet Li wurden hervorragend getroffen. Dank
Motion-Capturing sehen die Kämpfe sehr realistisch aus. Auch mit
Effekten hat man bei Sony nicht gegeizt. Neben schönen Spiegeleffekten
gibt es auch grandiose Explosionen.
Sound-technisch gibt man sich
auch keine Blöße. Der Ton erklingt bei Besitzern mit entsprechender
Ausstattung, in klarem Dolby ProLogic II aus den Lautsprecherboxen.
Fazit: Rise to Honour ist auf jeden Fall ein Titel der
schnellen Action. Gerade wenn Ihr mal etwas für zwischendurch sucht,
könnt Ihr bei Sonys’ neuem Titel zugreifen. Es sei jedoch gesagt, dass
der Abwechslungsreichtum nicht bis zum Ende gegeben ist und man sich an
den Moves (und sind sie noch so cool inszeniert) irgendwann satt sieht.
Alles in allem, meine Empfehlung für Action Fans.
Game-Facts:
Pro (+)
- coole Bewegungsabläufe
- klasse Sound
- umfangreich
- nette Story
Kontra (-)
- wenig Abwechslung
- teils zu viele Gegner auf einmal
- wenig Waffen
Wertung PS2-Version:
Genre: Action
Publisher: Sony
Umfang: 10h
Grafik: 79%
Sound: 82%
Spielspaß: 78%
Multiplayer: -
Extras: Sprache - Kantonesisch
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