Kämpfe für Vergeltung. Kämpfe um Dein Leben... Du bist verraten worden und wirst gejagt von der mächtigen Zanetti Familie. Deine einzige Chance ist es gnadenlos Rache zu nehmen...
Spiel / Gameplay: Du bist auf der Strasse aufgewachsen und wenn es sein muss, wirst Du auch dort sterben. Verraten von Deiner eigenen Gang, des Mordes an Deinen Rivalen beschuldigt, heißt es am Ende: Du alleine gegen die Welt. Und diese Welt sollte sich besser in Acht nehmen… Kämpfe Dich durch die dunklen, blutgetränkten Straßen von Las Sombras. Bewege Dich frei durch die Stadt, bringe mit jeder Mission mehr Licht in die Hintergründe der spannenden Story und stelle Dich den brutalen Straßenkämpfen. Die Rache sei Dein…
Features
- Verteidige Dich – Rekrutiere Kämpfer, die Dich unterstützen oder nimm Dir das Geld Deiner geschlagenen Gegner.
- Sei wachsam – Die Gangs und die Polizei sind überall. Wechsle Deine Kleidung, verstecke Dich wenn nötig und pass auf, dass Du nicht zu viele sichtbare Narben davon trägst.
- Du hast die Wahl – Wähle aus fünf heldenhaften Kämpfern, jeder mit einem einzigartigen Kampfstil.
Zu Beginn des Spiels wählt Ihr einen von fünf Protagonisten aus. Jeder hat seinen eigenen Kampfstil und seine eigene Geschichte. Auf Euch allein gestellt geht es nun ans Eingemachte auf den Straßen von Las Sombras, welche in mehrere Viertel unterteilt sind. Der Nachteil an dem ganzen ist, das Ihr alles zu Fuß durchqueren müsst und bei manchen Missionen zu mehreren Punkten endlos lange laufen müsst, was nicht zuletzt an der doch sehr lahmen Laufart Eurer Spielfigur liegt. Der Kampf auf der Straße teilt sich in zwei Arten auf. Zum einen müsst Ihr bei den Straßenschlachten mit mehreren Gegnern gleichzeitig fertig werden. Dabei lauft Ihr durch die Stadt, sprecht herumlaufende Personen an und prügelt Euch gegebenenfalls mit ihnen. Habt Ihr Eure Ziele erledigt, könnt Ihr sie noch ausrauben, was Geld, Waffen oder Heilpäckchen bringt. Der andere Teil sind die Einzelkämpfe. Hier wechselt die Perspektive in eine schwenkende Seitenansicht und Ihr tretet einzeln gegen besonders starke Widersacher an. Besiegt Ihr sie, gibt es neben Geld auch Erfahrungspunkte, welche Ihr zum aufleveln von Kondition, Technik und Angriff verwenden könnt. Vorteil an der ganzen Sache ist, dass Ihr eine Menge Kombinationen für den Kampf zur Auswahl habt und somit Eurem Kontrahenten richtig zusetzen könnt.
Ein interessantes Feature ist der „Stolz“ Eurer Gegner. Wenn Ihr sie ordentlich vermöbelt, sinkt die Leiste und Ihr könnt sie danach ausrauben, verhören oder ins Jenseits befördern. Außerdem dürft Ihr Waffen einsetzen, die Ihr teils zuvor dem Feind aus der Hand klaut und Euch mitten im Kampf heilen, falls Ihr vorher ein Medipack auf eine der beiden Schnellwahltasten gelegt habt. Die KI der Kontrahenten ist durchschnittlich ausgefallen und schwankt teilweise etwas. Es kann schon vorkommen, dass ein Obermotz kaum Widerstand leistet aber große Sprüche von sich gibt.
The streets made you and now only the mean streets can save you.
Neben den ganzen Prügeleien habt Ihr auch noch eine Anzeige, die Ihr nicht aus den Augen verlieren solltet. Hier wird der Status bei Gangs und der Polizei angezeigt. Je höher die Prozentanzahl ist, desto schneller bekommt Ihr Schwierigkeiten auf der Straße. Um dies zu verhindern, könnt Ihr in diversen Läden Klamotten kaufen und Euch neu einkleiden. Wer sich neben der Kleidung auch mit Tattoos verwirklichen will, der sollte das lokale Krankenhaus aufsuchen. Jetzt weiß man, was man mit ein bisschen Bargeld alles anfangen kann. Natürlich seid Ihr nicht nur alleine unterwegs. Schnappt Euch Euer Telefon und ruft Freunde an, die mit Euch durch die Straßen ziehen. Wem das nicht reicht, der kann fremde Passanten davon „überzeugen“, das die eigene Gesellschaft genau das richtige für ihn ist. Um den ganzen Spielverlauf speichern zu können, braucht Ihr nur die Reporterin aufsuchen, die Euch dabei gerne behilflich ist. Wer die Sachen einmal anders regeln möchte, der schnappt sich einen Freund und kämpft, wie in den Einzelkämpfen gegeneinander und kann seine schlagkräftigen Argumente an den Mann bringen.
Grafik / Sound: Der Ghetto-mäßige Stil des Spiels wirkt leider etwas eintönig und kann nicht in allen Punkten überzeugen. Ihr lauft durch stets gleich dunkle Straßenzüge, prügelt Euch mit durchschnittlich detaillierten Gegnern durch die Gegend und könnt die Kamera nach jeder Kurve nachjustieren. Für die Kameraführung hätte man sich mehr Zeit nehmen sollen, denn auf Dauer nervt es wirklich immer wieder selbst die Kamera einstellen zu müssen. Einzig die Darstellung der Verletzungen, mit blutig aufgeschlagenen Lippen und den blauen Augen können hier noch überzeugen.
Musikalisch wird auch nur Durchschnittskost geboten und auch der immer gleiche Spruch nach einem Sieg wird schnell langweilig. Die Sprachausgabe ist unspektakulär und die deutschen Untertitel hätten auch überarbeitet werden müssen. Denn so mancher Spruch erinnert eher an einen schlechten B-Movie.
Fazit: „Beat Down: Fists of Vengeance“ hat gute Ansätze die aber etwas unfertig wirken. Die frei begehbare Stadt mit seinen einzelnen Vierteln ist sicher eine gute Idee, die einen jedoch mit langen Ladezeiten bei jedem neuen Abschnitt schnell zur Verzweiflung bringen. Langzeitmotivation sucht man vergebens, da die immer gleichen Umgebungen gemischt mit den immer gleichen Kämpfen schnell langweilig werden. Capcom ist bekannt für gute Spiele, jedoch „Beat Down: Fists of Vengeance“ ist selbst für hart eingesessene Beat'em-up-Fans kein Titel, den man über längere Zeit zocken wird. Wir empfehlen Euch vorher Probe zu Spielen, denn wie oben angesprochen, sind die Ansätze sehr interessant, jedoch wird das Endprodukt wohl nicht jeden überzeugen können.
Game-Facts:
Pro (+)
- Fünf Protagonisten mit unterschiedlicher Story
- Viel freispielbares Material
- Gelungene Animationen
Kontra (-)
- Lange Ladezeiten
- Langweilige Dialoge
- Schlechte Kameraführung
- Schwache Umgebungsgrafik
Wertung PS2-Version:
Genre: Action / Beat'em-up
Publisher: Capcom
Umfang: 10h
Grafik: 58%
Sound: 54%
Spielspaß: 57%
Mehrspieler: 51%
Extras: Dolby Pro Logic II
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