Schon zu PSone-Zeiten macht Spyro The Dragon einige Probeflüge. Der
niedliche lila Drache kam seiner Zeit sehr gut bei den Videospielern
an. Gerade jüngere Zocker hatten ihren Spaß mit dem putzigen
Zeitgenossen. Damals sorgte sowohl Grafik als auch Spielbarkeit für
Gesprächsstoff. Nun steht der PlayStation 2-Ableger in den
Startlöchern...
Spiel / Gameplay: Auch dieses mal gibt es Ärger im Spyro-Land.
Unser Protagonist feiert gemütlich eine Party mit all' seinen Freunden
als plötzlich 3 fiese Zeitgenossen auftauchen um dem
lila-Knuddeldrachen wieder einmal schwer zusetzen. Sie stehlen ihm
seine gesamten Libellen. Ab sofort ist jegliche Party-Laune verflogen
und ihr macht euch daran die Libellen aus den Fängen eurer Gegner zu
befreien. Es geht durch wunderschöne bunte Welten. Ihr fliegt, gleitet
und verspuckt euren heißen Atem wo ihr nur könnt. Neu in Spyro Enter
The Dragonfly ist die Tatsache, dass ihr neben dem normalen Feueratem
auch noch weitere Attacken besitzt. So spuckt ihr nach einiger Zeit
Blasen oder Elektro-Schocks. Diese verschiedenen Atem-Techniken
benötigt ihr um in weitere Abschnitte der riesigen Welt vorzudringen.
Der Spielverlauf ist relativ linear, da es meist nur eine Möglichkeit
gibt etwas zu tun. So trefft ihr innerhalb der Levels des Öfteren
lustige Zeitgenossen, die eine bestimmte Anzahl an Libellen von euch
wollen ehe sie euch durchlassen und ihr endlich weiter kommt.
Nach wie vor sammelt ihr auch im jüngsten Ableger wieder
Massen an Diamanten. Je nach dem welche Farbe diese haben, erhaltet ihr
auf einen Schlag bis zu 10 Diamanten auf einmal. Bei den Gegnern hat
sich das Entwicklerteam von Universal auch Mühe gegeben. Ihr werdet von
Weltraumdinosauriern oder einfach nur Kong-Fu-Gestalten attackiert, die
ihr aber leicht mittels der verschiedenen Atem-Techniken ausschalten
könnt. Eine weitere Aufgabe gibt es aber auch noch. So müsst ihr
mehrere Drachen aus einer Eis-Stasis befreien. Diese helfen euch dann
und öffnen zum Beispiel Türen, sodass ihr weiter kommt. Es gibt jedoch
auch Abzocker im Spiel. So trefft ihr beispielsweise auf einen Kerl,
welcher euch 200 Diamanten abzockt, bevor er euch vorbei lässt und eine
Brücke erschafft damit ihr über einen tiefen Abgrund kommt. Kleine
Neben-Quests gibt es natürlich auch. Euch begegnen im laufe des Spiels
des Öfteren kleine Drachen, denen ihr mit der Erfüllung kleinerer
Aufgaben große Freunde bereiten könnt. So müsst ihr dem einen zum
Beispiel seinen Drachen von einem Baum holen, an den der Winzling nicht
ran kommt.
"Solide Jump 'n Run Kost ohne Große Neuerungen"
Leider bietet das Spiel zwar eine große Anzahl an Levels.
Innovativ sind diese jedoch nicht. Alles wirkt irgendwie altbacken.
Sowohl Grafik als auch Prinzip sind bekannt. Gut, wer die ersten Teile
auf der PSone noch nicht kennt, erhält ein tolles Jump n' Run. Die
jenigen, die bereits frühere Spyro-Spiele ihr Eigen nennen, müssen hier
nicht unbedingt zugreifen.
Die Steuerung ist sehr eingängig und bietet einen schnellen Einstieg in
die Drachenwelt. Auch die Kameraführung ist hervorragend gelungen. Sie
setzt das Spielgeschehen fast immer optimal in Szene. Alternativ habt
ihr zudem noch die Möglichkeit die Kamera manuell einzustellen.
Grafik / Sound: Grafisch wirkt das Spiel nicht sehr viel besser
als noch das PSone Spiel. Wenn man es genau nimmt und mal von ein paar
Detailverbesserungen absieht, könnte man glauben, dass hier nach wie
vor die PSone-Engine zum Einsatz gekommen ist. Des weiteren werdet ihr,
gerade in der PlayStation 2 Version, immer wieder von kleineren
Rucklern genervt. Die Gamecube Variante läuft zwar auch nicht immer
100%ig flüssig aber immerhin besser als der Sony-Ableger. Zudem sind
die Ladezeiten auf der PS2 um einiges (!) länger als auf dem Gamecube.
Hier hätte, denke ich, ein wenig mehr Entwicklungszeit Abhilfe
geschaffen. Denn so Grafik intensiv ist das Spiel nicht, dass sich
eventuelle Ruckler nicht vermeiden lassen.
Am Sound gibt es nichts zu mäkeln. Das Spiel ist komplett in Deutsch.
Bei der Sprachausgabe gab man sich bei Universal große Mühe. Die
Sprecher machen ihre Sache gut. Innerhalb der Levels hört ihr im
Hintergrund leise Musik, welche fast immer zum Geschehen passt. Eben
Jump 'n Run-typisch.
Fazit: Wer den PSone-Vorgänger noch nicht sein Eigen nennt kann
zugreifen. Das Spiel bietet große Levels, eine Menge Abwechlung und
viele Stunden Spielspaß. Leider ist die technische Seite nicht so famos
wie noch zu PlayStation Zeiten. Immer wieder plagen den Gamer kleinere
Ruckler und lange Ladezeiten zwischen den einzelnen Abschnitten.
Screenshots zu Spyro enter the Dragonfly:
01
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Wertung PS2-Version:
Publisher: Vivendi Universal
Umfang: 25 Levels
Grafik: 75%
Sound: 83%
Spielspaß: 80%
Wertung Gamecube-Version:
Publisher: Vivendi Universal
Umfang: 25 Levels
Grafik: 76%
Sound: 83%
Spielspaß: 81%
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