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CES 2010: Nvidia stellt neuen Tegra-Chipsatz vor PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Henrik am Freitag, 8. Januar 2010 (3286 Leser)   
Freitag, 8. Januar 2010
Auf seiner diesjährigen CES-Presskonferenz (CES steht für Consumer Electronics Show und ist eine Messe in Las Vegas) hat Nvidia die neue Generation seiner Mobilplattform Tegra vorgestellt, die den Produktnamen Tegra 250 trägt und bald Smartbooks (noch unterhalb der inzwischen so populären Netbooks), Infotainmentsysteme in Autos (u.a. der kommende Audi A8), Smartphones, mobile Mediaplayer - und angeblich in Zukunft womöglich auch künftige mobile Spielekonsolen (die ja ihrerseits mehr und mehr zu Mediaplayern werden) befeuern soll...

 Der Hauptprozessor der Plattform basiert auf der Cortex-A9-Architektur vom ProzessordesBildquelle: Nvidiaigner ARM - die im Übrigen schon die Prozessoren für Nintendo GameBoy Advance und alle DS-Versionen lieferten - und ist mit bis zu 1 GHz getaktet, wobei es sich sogar um einen Dual-Core Prozessor handelt. Damit soll die Plattform die zehnfache Rechenleistung der bisherigen Tegra-Chips liefern, die z.B. in Microsofts Zune HD Anwendung fanden.  Darüber hinaus enthält der Chipsatz einen extra Chip, der für die De- und Enkodierung von HD-Videomaterial zur Verfügung steht. Somit soll es problemlos möglich sein, 1080p Material komplett flüssig wiedergeben zu können - selbst im Flashformat wie bspw. auf YouTube (HD), da der Grafikchip auch eine vollständige Beschleunigung für Adobes Flash zur Verfügung stellt. 

Überhaupt kann sich die Leistung des im Chipsatz integrierten Grafikchips sehen lassen, ist doch dessen Leistung doppelt so hoch wie die der bisherigen Tegra-Chips und ermöglicht 3D-Optik, wie sie bisher in Smartphones oder Mediaplayern schlicht noch nicht möglich war. Als Beweis hierfür wurde ein in Echtzeit in 720p von einem Tegra-Chip berechnetes Demo-Level gezeigt, das die Fähigkeiten der Unreal Engine 3 auf der Tegra-Plattform zeigen soll. Ja, richtig gelesen, selbst die Unreal Engine 3 erhielt offensichtlich eine Portierung auf die Plattform:



Die Featureliste des Grafikprozessors ließt sich dabei wie folgt:

  • OpenGL ES 2.0 Unterstützung
  • Programmierbare Pixelshader
  • Programmierbare Vertex-Shader und Beleuchtung
Unter Vollast soll dennoch nur eine extrem geringe Abwärme von 500mW entstehen. Schon vor der offiziellen Ankündigung dieses Chipsatzes gab es im Übrigen Gerüchte, dass dieser langfristig den Weg in den nächsten Nintendo DS finden könnte. Fest steht jedenfalls, dass dieser Chipsatz dank seiner geringen Leistungsaufnahme bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit für mobile Spielekonsolen zumindest sehr attraktiv sein sollte - und Smartphones und Mediaplayer ihrerseits mutieren ja auch mehr und mehr zumindest zu mobilen Spielkonsolen für Zwischendurch.

Quelle 1 | Quelle 2
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